Archiv der Kategorie: Bildung

5.-8 Mai Gaardener Kulturtage 2011

Es ist mal wieder so weit – am Donnerstag sollen die Gaardener Kuturtage 2011 beginnen.

Viel zu erwarten ist, wie üblich, nicht.

Eröffnung ist am 5.5. um 18 Uhr:
In diesem Jahr bei der jüdischen Gemeinde Kiel und Region in der Wikinger Str. 6

  • Grußworte durch muslimische, christliche & jüdische Vertreter.
  • Eröffnung der Kulturtage durch Kulturdezernent Gert Meyer.
  •     Im Anschluss auf dem Vinetaplatz:
    • Kleine kulturelle Beiträge verschiedener Religionen und Kulturen.

[PROGRAMM]

Seltsam die Vorstellung, dass das wesentliche bei einem interkulturellen Austausch die Religionen sind, wo doch seit Jahrtausenden immer die Unterschiede betont werden.

Genau so wie bei der Islamkonferenz. Es gibt viele BürgerInnen, die Religion nicht in den Vordergrund stellen. Die sind zumeist diejenigen, die gemäßigter sind. Angehörige eine Religion, die sich darüber definieren werden sich nie annähern außer ggf. über Abgrenzungen, die z.B. viele monotheistische Religionen von dem aufgeklärten Geist  unterscheiden.

Religionen sind zwar Teil unserer Gesellschaft, jedoch “stilbildend” für die Demokratie waren aber DenkerInnen, die über den Gottesbezug hinausdachten. Unsere heutigen PolitikerInnen versuchen uns einzureden, dass die alten Religionen wie das Christentum unsere modernen Demokratien erschufen. Das Gegenteil ist aber wahr – ich sage nur Religionskriege, Hexenverbrennung, Teufelsaustreibungen, uvm. Religionen stehen für ein rückständiges Denken. Eine Annhäherung von Kulturen kann m.E. nur jenseits von Religionen erfolgen. On man  es nun Humanismus nennt oder Menschenrechte, unveränderbare Freiheiten, …

Leider werden Religionen immer noch glorifiziert und trotz ihrer brutalen Geschichte als diejenigen angesehen, die für Versöhnung stehen. Alleine die Frage ob der Islam zu Deutschland gehöre oder nicht zeigt, das in Religionsfragen eher Gräben aufgemacht als zugeschüttet werden.

Wo werden eigentliche mal die Atheisten gefeiert?

Sonst was interessantes im Programm? Naja das vielleicht: “Filmvorführung: „ Herbstgold “ – Film von Regisseur Jan Tenhaven zur Leichtathletik WM der Senioren 2009 im finnischen Lahti.” Das klingt so absurd, das wird bestimmt lustig – und das ganze im Mietertreff der KIV, Samstag, 7. Mai 15 Uhr

Technische Fakultät bleibt am Ostufer

Das Präsidium der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat beschlossen, dass die Technische Fakultät (TF) auch weiterhin am jetzigen Standort bleiben wird. “Es ist fachlich nicht zwingend geboten, die Technische Fakultät am Campus anzusiedeln. Vielmehr sind am Ostufer hinreichende Kapazitäten an Bestandsgebäuden vorhanden, in denen wir im Erfolgsfall auch den Cluster ‘Materialien für das Leben’ gut unterbringen können”, sagt Frank Eisoldt, Kanzler der Christian-Albrechts-Universität. “Angesichts sinkender Landes- und Bundesmittel sind wir gezwungen noch stärker als bisher Prioritäten zu setzen.” Ein Umzug und Neubau der TF würde dringend notwendige Sanierungen an Gebäuden auf Jahre blockieren. Mit den vorhandenen Geldern kann die Landesuniversität zumindest einen kleinen Teil des dramatischen Sanierungsstaus beheben, der bereits entstanden ist.

Quelle: Uni Kiel

Merkt ihr was? Die Uni vermeidet es auszusprechen, wo die technische Fakultät liegt: In Gaarden! Das ist schon ganz schön verdreht. Müsste das so ne Pressemeldung nicht enthalten? Was man so alles zwischen den Zeilen lesen kann… Peinlich.

Blog Zehntausend Jahre Gaarden

Und noch ein Fundstück aus Gaarden:

Zitat des Blogautors:

Ich werde hier in loser Folge über die Zeitalter, Kulturen und Ereignisse bloggen, die den  Großraum Gaarden in den letzten zehntausend Jahren heimgesucht oder bereichert haben.


SPD “Konzentration auf Gaarden” Zynismus?

In einer Pressemitteilung der SPD teilt diese mit, das nun Gaarden im Zentrum ihrer Bemühungen steht.

Da möchte man einerseits fragen: Und was war vorher? Und zweitens: Wie verträgt sich dass mit dem Rückbau der Stadtteilbücherei und der Schließung der beiden Gaardener Bädern. Und wo bleiben die Kulturinvestitionen? Alleine von gepflegten Plätzen wird Gaarden nicht profitieren. Aber Bauinvestitionen ist oft alles, was Gaarden sieht, neben Sozialen Hilfen.

Aber zum einen: Gaarden ist besser als sein Ruf. Wer glaubt, dass Gaarden heftig ist, soll mal in andere Großstädte gehen. Und auf der anderen Seite ist Gaarden ein großer Stadtteil – dessen Kulturangebot aber gen Null tendiert. Damit meine ich echter Kulturetat und nicht irgendwelche Maßnahmen mit 1-Euro-Jobbern oder ähnlichem.

An städtisch-geförderter Kultur sehe ich nur das Werftpark-Theater – und die leisten tolle Arbeit. Aber darüber hinaus?

Nein, dass ist nicht zu viel verlangt. Gaarden bräuchte eigentlich einen größeren Kulturetat als das Westufer um einige Nachteile auszugleichen.Fakt ist aber, dass dieser deutlich unter Westuferniveau liegt. Ein Anfang wäre z.B. die Verlagerung eines Museums in den Kern von Gaarden.

Zukunft Stadtteilbücherei Gaarden

Hier einige Informationen zu dem heutigen Antrag der Kieler Kooperation in der Ratsversammlung:

  1. Im Vertrag (PDF) vom 5. Mai mit dem Verein “Gaarden liest e.V.” wird seitens der Stadt Kiel unter §8 Absatz 3 festgehalten:
    • Personal der Stadt steht für den laufenden Betrieb der Stadtteilbücherei grundsätzlich nicht zur Verfügung.
  2. Im §12 Absatz 1 steht aber “Die Stadtbücherei unterstützt im Rahmenihrer Möglichkeiten den Verein mit hauptamtlichem Personal in organisatorischen Fragen, bei der EDV-Nutzung und bei der Einhaltung qualitativer Standards. Dafür stehen feste Ansprechpartnerinnen bzw. Ansprechpartner zur Verfügung.”
  3. Für eine Übergangsphase gab es noch zwei Vollzeitstellen, die aber bis zum Ende der Übergangsphase (24 Monate bis 31.08.2010) aufgelöst werden sollten.
  4. Insgesamt sind 8 Vereinsmitglieder aktiv
  5. In dieser Zeit sind die Entleihungen drastisch (um 28%) zurückgegangen (2006: 75.298, 2008 54.500)
  6. Geplant war die Personalkosten ab August auf Null herunterzufahren.
  7. Im Zwischenbericht wird das Fazit gezogen, dass “ein  eigenverantwortlicher Weiterbetrieb der Stadtteilbücherei Gaarden allein durch den Verein langfristig nicht möglich sein wird.”
  8. Insofern zog man jetzt die Notbremse und stoppte die Planung für einen Übergang.
  9. War ist aber auch, dass statt 2 Vollzeitstellen dann nur noch 1 ½ Stellen vorgesehen sind. Dies ist aber wohl insofern mehr, da die eine Vollzeitkraft bisher nur die Ehrenamtlichen für den Übergang angelernt hatte.

Diese Geschichte ist also ein gutes Beispiel, warum die derzeitige Politk alles mögliche Richtung ÖPP oder Ehrenamt umzuwandeln oft fehlschägt. Privatisierung oder das Abgeben von Verantwortung als Allheilmittel für die Kommunalfinanzen zu betrachten ist falsch. In Gaarden hat man damit großen unwiderbringlichen Schaden angerichtet isnbesondere im so wichtigen Problemfeld “Bildung”. Im Falle der Gaardener Stadtteilbücherei geben das inzwischen sogar alle Parteien zu. Nun fehlt noch die breitere Einsicht, dass so etwas auch allgemeingültig ist und übertragbar auf andere Projekte, wie die geplante Auskoppelung des Freibad Katzheide aus der Kieler Bäder GmbH. Auch hier ist ein unwiderbringlicher Schaden an der Nutzung zu erwarten.

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