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Schöne Scheiße

Das Entrée des Park zum Brook von der Bielenbergstraße aus ist auf seine Art ja faszinierend. Aber gut, dass man für 300.000 € eine neue, barrierefreie Brücke gebaut hat?

Es ist ja nicht so, dass solche Bilder neu wären. Aber um das zu beseitigen müßte man ja etwas mehr Geld ausgeben.

Inzwischen ists den Politikern offenbar auch wieder total egal. Die komischen Baustellen-Baken liegen da kreuz und quer:

Lustig auch die Tatsache, dass wie ich mir habe berichten lassen, dass der Flusslauf mit Steinen teilweise begradigt wurde. Dies sollte nach Aussagen von Herrn Eggebrecht vom Grünflächenamt hätte das bereits nach der OBR-Sitzung am 8.12. beseitigt werden soll. Bestätigt hat er das bei der Eröffnung am 21. Dezember.:

Soziale Stadt wird gekürzt

Das ist der Anfang vom Ende der Sozialen Stadt“, kritisiert die Wiesbadener SPD-Bundestagsabgeordnete Heidemarie Wieczorek-Zeul die heute von der Regierungsmehrheit im Bundestag beschlossen drastischen Kürzungen bei dem Bundesprogramm, das von Ländern und Gemeinden mitfinanziert wird….. [Wiesbadener Tageblatt]

So siehts aus....

Um 70 Prozent wird es also gekürzt. Im Blog Spreeblick holt man das Taschentuch herausSoziale Stadt ist aber auch einer der Motoren der Gentrifizierung in vielen Städten! Auch Anne Wisplers jammert im neuen Blog “Rettet die Soziale Stadt” und behauptet sogar das Gegenteil:

Nun fragt sich, welche Lösung uns die Regierung anbieten will. Gentrifizierung wäre sicher im Sinne der Wirtschaftselite und funktioniert vielleicht in attraktiven, zentralen Altbauquartieren. Dabei sind selbstbewusste, gut organisierte Bürger/-innen nur im Weg.

Ich kann nur für Kiel-Gaarden sprechen, aber hier hat das Büro Soziale Stadt immer mitgeholfen, dass die Bürgermeinung ignoriert wurde. Nur ein kleines Beispiel aus der letzten Zeit:

  • Beim Spaziergang im Brook sagte der Ortsbeiratsvorsitzende Levtzow nahezu wörtlich auf die besorgte Nachfrage, dass es ggf. harte Einschnitte wie eine Zerstörung der Brücke geben würde: “Da passiert gar nicht viel, wir haben ja gar nicht so viel Geld” Nach einer Bürgerbeteiligung, die vom Büro Soziale Stadt durchgeführt blieb auch der Hinweis auf eine geschränkte Barrierefreiheit im Winter (gemeint waren auch die Steigungen im Park).
  • Auf einmal tauchte Geld aus dem Konjunkturpaket II aus. Die Sorge um die Barrierefreiheit wegen fehlender Schneeräumung und hoher Steigungen wurde umgedeutet in eine Kritik an der bestehenden Fußgängerbrücke. Es wurde jetzt behauptet die Mehrheit der beteiligten Bürger wollte den Abriss und Neubau der Brücke. Diese wurde jetzt mit 200.000 € geplant.
  • Gegen diesen Abriss reichte ich formalen Widerspruch beim Bauordnungsamt ein. Dieser wurde abgewiesen, da es angeblich keinen Antrag auf Abriss gab.
  • Als nächstes wurde die Brücke abgerissen.
  • Jetzt hat sich wohl herausgestellt, dass neben der Brücke aufgrund höherer Kosten nicht viel mehr (sinnvolles) gemacht werden kann!

Fazit:

Der Bürgerwille wurde mit negativem Vorzeichen umgesetzt. Das was die Bürger ausgesprochen am wenigsten wollten wurde mit voller Power umgesetzt, während die Sachen, die sie sehr gerne wollten offensichtlich ganz liegenbleiben. Das Ganze war wohl so absehbar. Muss man da erst Klage einreichen, bis das umgesetzt wird, was auf Bürgerbeteiligungen benannt wird.

Daher ist für mich Soziale Stadt Sinnbild für die Abkehr vom Bürger und nicht etwa die Garantie deren Einbindung.

Neuer Vinetabrunnen eingeweiht

Am Mittwoch den 14.07.2010 wurde der neugestaltete Vineta-Brunnen eingeweiht:

Einweihung des Vinetabrunnens

Einweihung des Vinetabrunnens

Der Herr im gestreiften Hemd und dem weissen Vollbart ist Bruno Levtzow der Ortsbeiratsvorsitzende.

Auf der Ortsbeiratssitzug wurde bekannt, dass die versenkbaren Glascontainer nicht so schnell kommen werden, weil der Grundwasserspiegel zu hoch ist. Sehr lustig.

Das “Lichtkonzept” sieht übrigens so aus, dass vier neue Bäume (Linden) von unten angestrahlt werden. Also wieder neue Lichtverschmutzung und für die Bäume auch sehr schlecht. Aber da die Baumscheiben eh in Zukunft zu klein sind, passt ja wieder alles. (Update:) Zum Effekt von Linden können wir uns schon mal drauf einstellen, dass ähnliches passiert wie in Lübeck.

Ansonsten hat man noch ein paar hässliche Blumenkübel um den neuen Brunnen herumdrapiert. Schon vor der Einweihung wurde der Brunnen schon von einer Frau mit ihrem jungen Hund eingeweiht (im Bild im Brunnen bei der zweiten Rund nach der Einweihung) . Ganz anders als sich die offiziösen Herren und Damen das vorgestellt hatten. Gaarden live eben. Bis jetzt sieht das alles nicht nach den 200.000 Euro aus, die da investiert werden sollten. Bisher vor allem nach rausgeschmissenen Geld. Aber Kiel hats ja? Ich weiss es gibt Geld vom Bund – aber mit dem Geld erhöht sich immer der Eigenanteil. Also kosten Subventionen Geld. Subventionen lohnen sich nur, wenn es sich um sinnvolle Investitionen handelt. Also Dinge, die so oder so aus dem Stadtsäckel bezahlt worden wären.

Sitzgelegenheiten sucht man vergebens. Aber dafür werden dann wohl bald die Blumenkübel gebraucht, die auch hervorragend als Aschenbecher taugen. Und mit dem neuen Brunnen hat man auch eine neue schön glatte potentielle Graffiti-Oberfläche geschaffen. Mitten im Zentrum. Respekt! ;-)

Aktion “Blumen statt Scheisse” 2010

Es hat einige Zeit gedauert nach dem die Erde bereits ausgetauscht war und der Zaun stand, bis wir einen Termin, einen Samstag fanden um die Bepflanzung durchzuführen. doch heute haben wir dann alles im Groben abgeschlossen.

Eine weitere Nachbarin hatte auch bereits etwas hineingepflanzt und sprach uns beim Arbeiten an. Alle Nachbarinnen reagierten positiv. Allerdings war so manch eine skeptisch wie lange denn der Blütenzauber halten würde. Doch wir haben in den letzten Wochen bereits beobachtet, dass seltsamer weise weniger Hundekacke direkt auf dem Weg landet. Irgendwie halten die Hundebesitzer ihre Hunde noch ein wenig zurück.

Pflanzen am Samstag, 8. Mai

Um 10 Uhr ging es los und um 13 Uhr waren wir fertig. Mit dem Regen hatten wir Glück, denn es nieselte nur ein wenig. Es hat Spaß gemacht mit der Nachbarschaft mal was konkretes umzusetzen, das eigene Umfeld aufzubessern. Die KWG spendete den Zaun, etwas mehr hätte es schon sein können. Finanziert wurde das Ganze vom Stadtteilfonds Gaarden.

Wird das einen bleibenden Wert haben? ich bin auch skeptisch. Die Truppen der KWG sind oft sehr rigoros was Pflanzenpflege angeht. Man wird mal schauen müssen, wie sich das Ganze im Verlauf eines Jahres verhält, wie die Nachbarn damit umgehen, die KWG, uvm.. Schön ist zu sehen, was man mit einer handvoll Nachbar alles machen kann. Peinlich ist, dass die KWG seit Jahren  diesen wichtigen Verbindungsweg ignoriert hat. Der Ortsbeirat Gaarden kennt den mit wenigen Ausnahmen bisher auch nicht. Aber niemand im oberen Sandkrug inklusive dem “AWO-Hochhaus” geht via Raaschstraße um den Bunker herum, um in Gaardens City zu kommen.

Und rein da!

Und rein da!

Fehlt aus meiner Perspektive jetzt nur noch endlich eine barrierefreie Querung des Sandkrug an erster Stelle für die Bewohner des Hochhaus Sandkrug 34, von denen viele Rollatoren benutzen und die fast alle nur die Straße benutzen, weil sie Mühe haben den Bordstein hochzukommen. Hinzu kommt, dass eine Seite des Sandkrugs nur aus Sandweg besteht. Das Tiefbauamt war aber wohl 2008 mit Blindheit geschlagen als es auf Anfrage antwortet:

“… die Einmündung des obigen Stichweges auf den Sandkrug wurde in Augenschein genommen. Eine Gefährdung ist momentan nicht zu erkennen. Der Einmündungsbereich in dem wassergebundenen Weg auf der Südseite des Sandkruges ist jedoch uneben. Dieser Bereich wird wassergebundenem Material instand gesetzt.”

Danach kamen dann Truppen des Tiefbauamtes und besserten den Sandweg ein wenig aus. Das hat aber wie jedes Jahr nicht sehr viel gebracht. Ich frage mich, warum man unbedingt für 200.000 Euro (Quelle, Stadt Kiel) eine barriefreie Brücke im Brook braucht, wo es dort schon barrierefreie Übergänge gibt, während der Sandkrug seit Jahrzehnten halbseitig ohne Gehweg auskommen muss und man gebrechlichen Menschen zwingt sich in Lebensgefahr zu begeben. Dabei kostet das Absenken von Bordsteinen angeblich nur rund 500 EUR pro Seite (Quelle: Mobilitätsprobleme in der Stadt, PDF)) Wieso da wo man es nicht braucht, mal eben 25.000 EUR mehr Eigenmittel ausgeben aber hier an 1000 EUR sparen auf einem der meist benutzten Übergänge in Gaarden?

Gaardener Kulturtage 2010

Letztes Jahr war es ja nicht so der Hit (Hier ein wenig aussagekräftiges Video). Dieses Jahr? Wir werden sehen. Die Ankündigung für die Eröffnung am 6. Mai diesen Jahres in einer Tunnelunterführung durchzuführen lässt Wiederholung befürchten:

Plakat Gaardener Kulturtage 2010

Unter dem Motto „Wir wollen mal anders“ starten die Kulturtage diesmal unter dem Ostring – im Fußgängertunnel bei der Stoschstraße. Eröffnung durch Gert Meyer, den Kulturdezernenten der Landeshauptstadt Kiel,
anschließend:  „Schnittchen-Staffel“ zum Mietertreff der KIV in der Preetzer-Straße mit kleinen kulinarischen und literarischen Häppchen: Auto-Lesung-Mobil – kurze Texte zu Mensch und Auto, gelesen von Norbert Aust.
Im KIV-Mietertreff:
Kurzfilm „Frag nicht nach Sonnenschein“  von Lena Jana Krajewski von 2002 vor Gaardener Kulisse mit Katharina Thalbach und Alexander Simon.

Wird es dieses Jahr ein Vertreter der Stadt Kiel schaffen bei der Finissage in der K34 zu erscheinen? Wir werden sehen.

Das Programm als solches gibts als PDF und sieht auch nicht besonders aus. Damit möchte ich keinen der Vereine und Einzelpersonen abwerten – aber man sieht einfach, dass die Stadt Kiel mal wieder kein Geld ausgeben wollte.

Zukunft Stadtteilbücherei Gaarden

Hier einige Informationen zu dem heutigen Antrag der Kieler Kooperation in der Ratsversammlung:

  1. Im Vertrag (PDF) vom 5. Mai mit dem Verein “Gaarden liest e.V.” wird seitens der Stadt Kiel unter §8 Absatz 3 festgehalten:
    • Personal der Stadt steht für den laufenden Betrieb der Stadtteilbücherei grundsätzlich nicht zur Verfügung.
  2. Im §12 Absatz 1 steht aber “Die Stadtbücherei unterstützt im Rahmenihrer Möglichkeiten den Verein mit hauptamtlichem Personal in organisatorischen Fragen, bei der EDV-Nutzung und bei der Einhaltung qualitativer Standards. Dafür stehen feste Ansprechpartnerinnen bzw. Ansprechpartner zur Verfügung.”
  3. Für eine Übergangsphase gab es noch zwei Vollzeitstellen, die aber bis zum Ende der Übergangsphase (24 Monate bis 31.08.2010) aufgelöst werden sollten.
  4. Insgesamt sind 8 Vereinsmitglieder aktiv
  5. In dieser Zeit sind die Entleihungen drastisch (um 28%) zurückgegangen (2006: 75.298, 2008 54.500)
  6. Geplant war die Personalkosten ab August auf Null herunterzufahren.
  7. Im Zwischenbericht wird das Fazit gezogen, dass “ein  eigenverantwortlicher Weiterbetrieb der Stadtteilbücherei Gaarden allein durch den Verein langfristig nicht möglich sein wird.”
  8. Insofern zog man jetzt die Notbremse und stoppte die Planung für einen Übergang.
  9. War ist aber auch, dass statt 2 Vollzeitstellen dann nur noch 1 ½ Stellen vorgesehen sind. Dies ist aber wohl insofern mehr, da die eine Vollzeitkraft bisher nur die Ehrenamtlichen für den Übergang angelernt hatte.

Diese Geschichte ist also ein gutes Beispiel, warum die derzeitige Politk alles mögliche Richtung ÖPP oder Ehrenamt umzuwandeln oft fehlschägt. Privatisierung oder das Abgeben von Verantwortung als Allheilmittel für die Kommunalfinanzen zu betrachten ist falsch. In Gaarden hat man damit großen unwiderbringlichen Schaden angerichtet isnbesondere im so wichtigen Problemfeld “Bildung”. Im Falle der Gaardener Stadtteilbücherei geben das inzwischen sogar alle Parteien zu. Nun fehlt noch die breitere Einsicht, dass so etwas auch allgemeingültig ist und übertragbar auf andere Projekte, wie die geplante Auskoppelung des Freibad Katzheide aus der Kieler Bäder GmbH. Auch hier ist ein unwiderbringlicher Schaden an der Nutzung zu erwarten.

Pressemitteilung: Stadtteilinitiative Gaarden begrüßt Eisfestival

Die Stadtteilinitiative Gaarden begrüßt, dass die Kieler Bäder GmbH in
Katzheide dieses Jahr erstmalig ein „Eisfestival“ veranstaltet hat, dass
am ersten Tag nach eigenen Angaben über 400 Besucherinnen angelockt hat.
Dies zeigt, dass mit einigem Willen und etwas Kreativität Katzheide
durchaus attraktive Angebote schaffen kann. Dies muss nicht nur auf die
Winterzeit beschränkt sein. Wir hoffen, dass es statt der
Schließungsdiskussion mehr Angebote dieser Art geben wird, so dass die
Schließung von Katzheide bald kein Thema mehr sein wird.

Die Stadtteilinitiative Gaarden setzt sich neben dem Erhalt des Freibad
Katzheide insgesamt für Kiel-Gaarden als Stadtteil ein.

Pressemitteilung der Stadtteilinitiative Gaarden
Web: http://initiative.gaarden.net/

Eisfestival in Katzheide 30.1.-7.2.2010

Update: Fortsetzung wegen Wetter ungewiss. Bitte selber im Kieler Bäder Blog verfolgen.

Wie die KN berichtet wird es vom 30. Januar bis 7. Februar die Möglichkeit geben in Katzheide Schlittschuh zu laufen und Glühwein zu trinken (mit Eintritt).

  • montags bis freitags jeweils von 14 bis 17 Uhr
  • sonnabends und sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr
  • Eintritt  2,50 €.
  • Kinder bis 16 Jahre 2 €.
  • Schlittschuhe können vor Ort für 3 € pro Paar geliehen werden.
  • Glühwein gibts auch.

Sollte das Wetter mitspielen und der Bedarf da sein, ist auch eine Verlängerung des Eisfestivals möglich. Eventuell wird es auch noch eine „Ice-Night-Disco“ geben, aber das steht alles noch in den Sternen…” Quelle: www.kieler-baeder.de

Und siehe da, ich habe ein offizielles(?) Kieler Bäder Blog gefunden!

Tee Haus Gaarden in Auflösung

Am 31. Januar 2010 will das Tee Haus-Gaarden schließen. Die derzeitige Betreiberin sucht noch nach Nachfolgern, die den Bestand übernehmen und den Laden weiterführen! Sie gibt den Laden nach eigenen Angaben aus Altersgründen ab, nicht weil sie zu wenig Einnahmen hatte.

Tee-Gaarden ist eine Institution in Gaarden. Der einzige Tee & Kaffee-Laden. Es wäre schade, wenn dieser nicht weitergeführt würde.

Ich gebe daher hier an dieser Stelle gerne diese Information weiter, in der Hoffnung, dass sich eine Nachfolgerin findet für diesen sympathischen Laden! und für den rest gilt: Daumen drücken!

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