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Mai Baum in Gaarden

Baum

Baumblüte in der Kaiserstraße

Eröffnung der Gaardener Kulturtage 2013 #gkt13

Reste des Buffets der Gaardener Kulturtage 2013 und Interessent*innen ;-)

Reste des Buffets der Gaardener Kulturtage 2013 und Interessent*innen ;-)

Kiel-Gaarden: Demo “Keine Geschäfte mit Neonazis – “PLS-Werkzeuge” dichtmachen!”, Alfons-Jonas-Platz

Antifaschistische Demonstration:
Samstag | 4. Mai 2013 | 13 Uhr | Alfons-Jonas-Platz | Kiel-Gaarden

[Aktuelle Infos]

Neonazis betreiben Ladengeschäft in Gaarden

Seit Dezember 2012 existiert am Vinetaplatz 3 im Zentrum des Kieler Stadtteils Gaarden das Ladengeschäft “PLS-Werkzeuge” – womit die rassistische Bezeichnung “Polenschlüssel” abgekürzt wird -, das neben Gravuren vor allem Bewaffnung und Einbruchswerkzeug im Angebot hat. Was dieses Sortiment nicht zwingend verrät: Zum engen Umfeld des Ladens gehören drei langjährige bekannte Protagonisten der schleswig-holsteinischen Neonaziszene. Der Hauptverantwortliche des Ladens, Alexander Hardt aus Neumünster, bewegt sich seit Jahren im Umfeld des dortigen Neonazi-Treffpunktes Club88. Lars Bergeest aus Ostholstein ist durch seine Nähe zum internationalen Rechtsrock-Netzwerk “Blood And Honour” aufgefallen und der derzeit noch inhaftierte Peter Borchert war lange Zeit führender Neonazi-Aktivist in Schleswig-Holstein, zwischenzeitlich gar der Landesvorsitzende der NPD. Hardt und Borchert sind zuletzt außerdem in Auseinandersetzungen in der Rockerszene verstrickt gewesen. Alle drei Namen prangten nach der Eröffnung am Briefkasten von “PLS-Werkzeuge”.

Gefahr erkannt …

Zur Zeit ist noch nicht absehbar, ob der Laden eine Funktion in der Neonazi-Szene übernehmen soll, etwa indem er ihr als Treffpunkt dient oder dort z.B. unter der Ladentheke mit rechter Musik gehandelt wird.

Fest steht jedoch: Läden wie “PLS-Werkzeuge” stellen für viele Menschen eine unmittelbare Bedrohung dar, die aus der bloßen Präsenz der Betreiber und des durch sie angezogenen Milieus in ihre Nachbarschaft entsteht. Insbesondere Menschen, die nicht in das rassistische und anderweitig diskriminierende Weltbild der Neonazis passen, was der Mehrheit der in Gaarden Lebenden entspricht, müssen fürchten, Ziel von Einschüchterungsversuchen oder gewalttätigen Übergriffen zu werden. Dass diese Gefahr nicht nur im Bereich des Möglichen liegt, sondern Realität ist, stellte eine Hetzjagd auf drei Jugendliche unter Beweis, die Ladenbetreiber Hardt am Nachmittag des 25. Januar mit seinem Auto auf dem Vinetaplatz veranstaltete.

Wenn gefestigte und gewaltbereite Neonazis Geschäfte betreiben, birgt dies darüber hinaus auch immer die Gefahr in sich, dass sie die dazugehörigen Räumlichkeiten als Infrastruktur für ihre politischen Aktivitäten nutzen. Zudem eröffnen eigene Gewerbe den Angehörigen der Neonaziszene die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, ohne dass sie befürchten müssen, im Arbeitsalltag von Kolleg_innen oder Arbeitgeber_innen mit ihrer menschenverachtenden Gesinnung konfrontiert zu werden.

… Gefahr gebannt!

Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie sich am Vinetaplatz ein Geschäft etabliert, über das bekannte Neonazis nach Belieben verfügen können. Dabei ist es nicht ausschlaggebend, ob sie gute oder schlechte Ware verkaufen, ob sie auch mal einen freundlichen Tag haben oder permanent miese Laune. Wir wollen einen Stadtteil, in dem alle Menschen unabhängig ihrer Herkunft, ihres Passes oder ihres Aussehens gleichberechtigt und solidarisch zusammenleben. Neonazis und ihre rassistische, antisemitische und nationalistische Ideologie, die im Kern mörderisch ist, wie zuletzt die grausame Mordserie der Nazi-Terrorbande NSU einmal mehr verdeutlicht hat, stehen im völligen Gegensatz hierzu.

Das Wissen über die Hintergründe des Ladens ist im Stadtteil Dank verschiedener antifaschistischer Aufklärungsarbeit, die wiederholt durch die Gaardener Polizei behindert wurde, und vielfältiger Medienberichte mittlerweile weit verbreitet. Eine Vielzahl Anwohner_innen stört seine Existenz. Nun kommt es deshalb darauf an, gemeinsam aktiv zu werden. Einerseits im Alltag, indem wir uns klar gegen den Laden positionieren, unsere Nachbar_innen dazu anhalten, die Neonazis nicht durch Einkäufe finanziell zu unterstützen oder “PLS-Werkzeuge” anderweitig das Geschäft vermiesen, andererseits, indem wir Hardt und seinem Anhang eindrucksvoll demonstrieren, dass sie bei einem Großteil der Menschen in Gaarden nicht willkommen sind. Deshalb rufen wir als Runder Tisch gegen Rassismus und Faschismus Kiel auf zu einer breiten und kraftvollen antifaschistischen Demonstration durch Gaarden mit der klaren Botschaft:

Der Laden muss weg! Neonazis keinen Raum geben – nicht in Gaarden, nicht anderswo!

www.runder-tisch-kiel.de

Runder Tisch gegen Rassismus und Faschismus Kiel – c/o ver.di Kiel-Plön – Legienstr. 22 – 24103 Kiel

 

Eine Fahrt mit StattAuto in Gaarden

Ich bin seit Dezember 2012 Mitglied bei StattAuto Kiel. Ausschlaggebend war die Zusage

Stadtplan Gaarden

von StattAuto, dass in Gaarden ein Standplatz gefunden werden würde. Sympathisch an StattAuto finde ich zwei Aspekte:

  1. Es ist eine Genossenschaft und somit ein eher gemeinwohlorientiertes Unternehmen
  2. Die Idee des Autoteilens. Vollgeparkte Straßen, Staus, Lärm, Feinstaub werden damit reduziert

Ich will hier mal ganz praktisch beschreiben, wie es in Gaarden geht. Wie werde ich Mitglied? Alles was ich hier beschreibe unter Vorbehalt anch meinem Verständnis. In den Kommentaren finden sich eventuell Ergänzungen von StattAuto. Für Leute, die eine Probemitgliedschaft abschliessen gibt es einen Fahrguthaben von 25 €, wenn sie sich bis zum 31. Mai anmelden. Wie geht eine Probemitgliedschaft?

Am besten ihr habt 250 € bar dabei. Dann geht oder fahrt ihr zur Zentrale von StattAuto Kiel in der Lerchenstraße 18-20. Das ist das Gebäude links auf dem Hinterhof. Die Räume befinden sich im 1. Stock (dort auch ausgeschildert). Öffnungszeiten sind Dienstags zwischen 9 und 13 Uhr und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr! Ihr solltet auch euren Führerschein dabei haben. Der Führerschein wird bei Eintritt kopiert.

Als Probemitglied zahlt ihr für drei Monate 24 Euro Mitgliedsbeitrag und eine Einlage von 250 €. Die bekommt ihr am Ende wieder, falls ihr nicht Vollmitglied werden wollt. Ihr müsst dem aber aktiv widersprochen, sonst wird die Probemitgliedschaft automatisch zu einer Vollmitgliedschaft.

Außerdem solltet ihr am Ende der Problemitgliedschaft mindestens folgende Beträge über haben. Ihr könnt auch andere Zahlungskonditionen aushandeln (z.B. lieber Überweisung):

  • 250 € Aufstockung für einen Genossenschaftsanteil. Ihr seid damit dann Genossenschaftsmitglied und könnt auch über Belange der Genossenschaft mit eintscheiden. Das wäre auch meine Empfehlung. An der Einlage kommt ihr nicht vorbei, ihr könnt aber auch einfaches Mitglied werden ohne Stimmrecht.
  • Monatsbeträge bis Ende des Jahres, also z.B. wie bei mir von März bis Dezember 2013: 10 Beiträge also 80 €
  • Was ich ebenfalls dringend empfehle ist das Sicherheitspaket für 49 € jährlich. Damit bleibt euer Selbstbehalt für Schäden bei 350 € – egal was passiert. Das gilt natürlich eh nur für Eigenverschulden. Ansonsten wäre der Selbstbehalt 1200 €. Das kann ja schon mal ganz schön zu Buche schlagen. Z.B. mal ne Delle in die Tür fahren beim Ausparken kostet schnell mal 500 €! Und 50 € ist echt nicht viel.
  • 100 € für die Aufnahme bei StattAuto. Den Betrag kriegt ihr nicht wieder. Das ist dann sozusagen eine Verwaltungsgebühr für die Zeit bei StattAuto.
  • Eine Preisliste findet ihr hier. Es gibt auch extra Konditionen für Firmen,. Da fragt ihr am besten direkt nach. Firmen können StattAuto als weiteres Firmenfahrzeug nutzen.

Das waren jetzt ei grundsätzlichen Gebühren. Ihr seid im Grunde dauerhaft mit  8€ pro Monat dabei. Ihr könnt natürlich die Aufnahmegebühr auch auf sowas wie 2 Jahre verteilen.Dann sinds rd. 4 € zusätzlich also rd. 12 €. Das macht den Braten nicht fett.

Ihr geht also zu StattAuto in der Lerchenstraße mit euren Führerschein und den 250 € und unterschreibt einen Vertrag für eine Probemitgliedschaft. Ihr habt dann keine Aufnahmegebühr. Euer einziges Risiko ist, dass ihr 24 € ausgebt und in den drei Monaten das Auto nicht nutzt. Ok das ist euer Problem. Fahren dürft ihr damit aber in Kiel nach Herzenslust! Und ihr habt auch Zugriff auf alle Autos. Ich persönlich stehe ja auf diese kleinen französischen Flitzer wie die Renault Twingo. Ist aber eher was für Singles oder Paare ohne Kinder – oder eben halt für Leute als Zweitauto.

Renault Twingo

Renault Twingo

Der Twingo gehört zur “Mini”-Klasse. Kleinwagen sind ja heute schon schwere Gefährte. So ein Miniauto kostet bei StattAuto zwei Euro pro Stunde. Die Fahrt kostet 22 ¢ Pro Kilometer. Die Webseiten von StattAuto Kiel (Stand: 24.4.2013) sind da noch nicht aktuell. Es gab eine Preissenkung um 1 ¢ auf alle Kilometerpreise.

Ihr seid also Probemitglied geworden. Wie bucht man jetzt am besten? Am besten über die Webschnittstelle:

Bild

Ich sag’ euch jetzt mal welchen Fehler ich am Anfang gemacht habe bei der Buchung: Jedes Fahrzeug hat 2 Reihen für HEUTE und MORGEN. Wenn man unaufmerksam ist, schaut man nur auf die Uhrzeit und bucht dann für MORGEN, wenn man es eigentlich HEUTE haben will. Dann muss man die Buchungszentrale anrufen und korrigieren, falls es nicht bereits reserviert wurde. Aber an sich gibt es immer irgendein Fahrzeug. In Gaarden ist derzeit eh noch nicht viel los. Die beste Chance zum Testen! Es soll aber über 20 Gaardener NutzerInnen geben. Hoffentlich bald noch viel mehr?

Ihr markiert also mit der Maus den Zeitabschnitt in Halbstunden-Schritten. Für den Anfang solltet ihr erst mal 1/2 bis 1 Stunde mehr reservieren als ihr glaubt. Wenn ihr Sachen besorgt müsst ihr nicht nur den Rückweg zu eurer Wohnung berechnen, sondern immer auch das Ausladen, den Weg zurück zur Station. Ihr könnt auch jederzeit die Zeit verlängern oder verkürzen, sofern niemand bereits das Auto nach euch gebucht hat. Also Verkürzen ist NIE ein Problem. Kostet dann nur ne Kleinigkeit (glaube 50 ¢ ). Lasst euch Zeit! Bedenkt auch, dass ihr das Auto EIGENTLICH sauber zurückgeben sollt. Mir ist es z.B. bei einer Fahrt in den Garten passiert, das die Räder auf dem Parkplatz durchdrehten und das Auto links und rechts bekleckert war. Ich bin dann  zwar nicht in die Waschstraße gefahren, aber nach Hause und mit heißem Wasser und Spülmittel alles wieder weg gemacht. Normale Gebrauchspuren sind ok. Aber vor allem Dreck im Innenraum nervt und ist vermeidbar. Einfach noch mal Durchfegen oder den groben Schmutz aufpicken. Danke! Maßgabe sollte sein das Auto so zu hinterlassen, wie man es selber gerne wieder vorfindet. Bisher kann ich sagen habe ich da selten ein Problem gehabt. Ich notiere schon mal wenn der Dreck etwas mehr ist, weil ich keine Lust habe, dass ich nachher die Reinigung bezahle, nur weil ich vergessen habe es aufzuschreiben wie der Zustand vor meiner Nutzung war.

Ihr bucht also z.B. online und könnt euch auch eine Buchungsbestätigung ausdrucken und einstecken. Ist auch ganz gut falls man sich mal vertut.

Ihr solltet außerdem die Nummern der Buchungszentrale und StattAuto-Zentrale in euer Handy einspeichern. Falls ihr das Auto früher oder später zurückgeben wollt, oder es nciht an der Station steht, es von einem Panzer plattgewalzt oder Opfer eines Meteoriteneinschlags wurde. Aber keine Angst: Meistens steht es da und ist fahrtüchtig!

Als Beispiel habe ich für heute eine reale Fahrt: Habe einen Twingo zwischen 14.30 und 16.30 gebucht. Das sind zwei Stunden. Ich bin dann in meinen Kleingarten gefahren, habe Kompost  und Werkzeug rausgebracht, eine Pfandkiste zuzrückgebracht und ein wenig im Garten gewurschtelt (bis ca. 15.30 Uhr). Ich bin also 1 Stunde vor Rückgabeschluss aufgebrochen, dann noch zum SKY an der Sörensenstraße, ein wenig eingekauft und dann direkt zum Standort Elisabethstraße vor der Volksbank, weil mein Einkauf in einem Rucksack Platz hatte. Ich war dann ca. 16.10 Uhr wieder am Standort und damit nur 20 Minuten vor dem Rückgabetermin. Für echte Gartenarbeit ist das natürlich viel zu kurz. Da würde ich aber lieber auch mit dem Fahrrad fahren und von morgens bis abends draussen bleiben. Wäre alles kostenlos. Ich mache es meist so, dass ich für StattAuto mindestens zwei Erledigungen sammle. Weil ich dann eine Fahrt am Stück habe. Die kostet ja mindestens zwei Euro.

Wie fährt man los? Am Standort werden die Autos mit modernen Bordcomputern gesichert. Es gibt keinen Schlüssel-Tresor. Hier eine Anleitung für den BCSA. Im wesentlichen geht es so: Ihr habt eine Schlüssel/Mitgliedskarte mit integriertem RFID-Chip. Das ist ein kleiner Chip, der auf Impulse von außen auslesbar ist. So eine Lesegerät befindet sich im Auto auf der Fahrerseite wo ihr kleine rote und grüne Lämpchen seht.

Mitgliedskarte StattAuto Kiel

Mitgliedskarte StattAuto Kiel

Diese Mitgliedskarte haltet ihr also vor die Lämpchen. Die fangen dann an zu blinken und man kann auch ein Klacken der Zentralverriegelung hören, wenn das Auto entriegelt wird.

Ihr könnt jetzt einsteigen. Jetzt müsst ihr den Bordcomputer suchen. Das ist so ein Ding was aussieht wie ein übergroßes,verkabeltes Handy:

Bordcmputer BCSA

Bordcomputer BCSA

Der sollte eigentlich im Handschuhfach liegen. Dort dann Eure PIN eingeben und ihr dürft den Autoschlüssel der darin befestig ist rausziehen.

Das Auto funktioniert ganz normal ansonsten. Ihr fahrt also aus der Parklücke, aber haltet das Auto erst mal wieder sobald ihr draussen seid. Warum? Weil es einen Bügel gibt, den ihr hochziehen müsst. Dann ist der Parkplatz verriegelt für alle anderen Autos! Zum Verriegeln braucht ihr keinen Schlüssel!

Ihr könnt dann ganz normal rumfahren. Bei der Rückgabe läuft es anders:

  1. Auto in der Nähe des Standortes parken
  2. Bügelschloss (oben) aufschliessen und Bügel nach unten legen
  3. Wieder einparken
  4. Auto ausschalten, Lenkradschloss einrasten lassen
  5. BCSA rausholen
  6. Bei der Frage ob man Auto zurückgeben will auf JA-Knopf drücken
  7. Ihr werdet gebeten, den Schlüssel in den BCSA zu stecken
  8. Ihr könnt jetzt aussteigen. Denkt daran so was wie Radios, Licht oder Lüftungen wieder auszuschalten!!
  9. Nach dem Aussteigen nicht vergessen die Karte wieder vor die Lämpchen, es sollte jetzt wieder Klacken und Verriegeln. Ihr könnt ja mal testen ob die Türen zu sind!

Das wars eigentlich schon. Ich habe glaube ich genau 10 Kilometer verbraucht:

  • 2 Stunden ausleihen: 2€ /Stunde = 4 €
  • 10 x 22 ¢ = 2,20 €
  • Müssten eigentlich 6,20 € gewesen sein.

Zu Vergleich: Eine Busfahrt Hin.- und Zurück hätte 4,80 € gekostet. Die reinen Benzinkosten mit einem Auto vielleicht 2,17 € (laut Google bei 1,60 € /L).

Ich rechne so: Mein letztes Auto hat mich mit lediglich den Fixkosten wie Steuer und Versicherung rund 30 € pro Monat gekostet. Wenn ich jetzt fünf Fahrten a 6 € pro Monatr mache, dann habe ich mit StattAuto erst die Kosten, die ich bei eigenem Auto bereits hatte ohne einen Meter gefahren zu sein. Ich habe seit Ende Dezember, auch witterungsbedingt lediglich 4 Fahrten gehabt.mit Zeiten zwischen 1 1/2 Stunden und 3 1/2 Stunden. Im Schnitt 2,7 Stunden. Das macht Zeitkosten von rund 5,40 € pro Fahrt oder 2,2 Stunden pro Monat. Das wird jetzt sicher mehr. Ab er das ist auch ein Vorteil: Wer im Winter wenig fährt, zahlt auch weniger!

Das schöne ist eben, dass die Kosten gut kalkulierbar sind und man eben nur für das zahlt, was man auch verfährt! Man muss aber umdenken. Man darf da manchmal auch nicht zu oft nachdenken, ob man sich eine Fahrt leisten will. Klar ist das teuer. Aber ein eigens Auto ist fast immer teurer. Insbesondere für Gelegenheitsfahrer wie mich bisher.

Wer übrigens Vollmitglied ist, kann auch in vielen anderen Städten Autos von Car Sharing-Unternehmen leihen. Also z.B. mit der Bahn nach München und von da per StattAuto an einen entlegeneren Ort kommen.

Zuletzt möchte ich doch einfach dazu ermutigen die Probemitgliedschaft auszuprobieren. Wenn es euch nicht passt, könnt ihr ja auch ohne weitere Kosten wieder aussteigen! Ihr könntet damit aber auf jeden Fall helfen den Standort zu etablieren. Dies gilt natürlich auch für Firmen und Organisationen und Vereine. Es gibt Busse mit 9 Sitzplätzen (Opel Vivaro) und Transporter (Renault Master) für Möbeltransporte und ähnliches – die stehen  allerdings noch nicht in Gaarden. Wenn der Standort erst einmal etabliert ist, können wir alle darauf zugreifen. Sollte er aber aus Mangel an Nachfrage scheitern, woran ich nicht glaube, könnte es sehr lange dauern, bis es auf dem Ostufer insgesamt mit StattAuto weiter geht. Also werdet Mitglied und nehmt das Fahrtguthaben mit!

Mehr auf der Website: http://www.stattauto-hl.de

StattAuto Gaarden ist da!

Einweihung StattAuto Station Kiel-Gaarden

Kandidaten für Kommunalwahl in Gaarden-Ost

Hier eine Liste der Direkt-Kandidat*innen, die in Gaarden-Ost gegeneinander antreten:

  • CDU:  Thorsten Albrecht (Quelle) – Kontakt via?
  • FDP:  Rainer  Kuberski (Quelle)  - Kontakt via?
  • LINKE: Stefan Rudau (Quelle)  - Kontakt via?
  • PIRATEN: Metin Dere (Quelle)  - Kontakt via?
  • SPD: Wolfgang Schulz (Quelle)  - Kontakt via wolfgang.schulz (at) ki.tng.de - Webseite

Baustelle Zentralbad April 2013

baustelle-zentralbad

Baustelle des Zentralbades an der Gablenzbrücke. Das kleine Wäldchen wurde größtenteils gerodet und damit die einzige Grünverbindung zwischen Kiel Ost und Kiel West. In der Mitte auf dem Baumstumpf sitzt übrigens jemand, wenn ihr genau hinschaut. Die ist ein einfaches Panorama mit Hugin weitgehend automatisch erstellt — Dieses Werk (Baustelle Zentralbad April 2013, von Thilo Pfennig) unterliegt keinen bekannten urheberrechtlichen Beschränkungen. http://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/

POINTER: Neue Neonazi-Laden in Kiel? [Gaarden]

Am Kieler Vineta-Platz eröffnete Anfang Dezember 2012 ein Geschäft mit Namen “PLS-Werkzeuge”. Vordergründig wirbt das Geschäft damit, ein “An- und Verkauf” zu sein und Schlüssel und Gravuren zu vertreiben. Wie ein tieferer Blick in das Sortiment bestätigt, handelt es sich dabei hauptsächlich um Einbruchswerkzeug und Bewaffnung. (Quelle & Mehr: http://quimera.noblogs.org/2013/neuer-neonazi-laden-in-kiel/)

Klassismus Gaarden

Eigentlich ist es schon zu spät noch einen Artikel zu schreiben, aber da ich gerade die Sendung von FSK/Löwenzahn zu dem berüchtigten SZ-Artikel zu Ende gehört habe und ich mich durch einige Kritik auch angesprochen fühlte, will ich doch noch ein paar Worte verlieren. Und es gibt übrigens eine “Kopie” des Artikels in der TAZ.

  1. Von wegen der “spannenden Perspektive” aus Sicht eines Jugendlichen: Vor Jahren habe ich mal eine Buchkritik gehört, wo ein Autor genau dafür gerügt wurde, dass er sich dahinter versteckte alles aus Sicht eines Jugendlichen zu sehen. Ich würde zu diesem Artikel ergänzen: Der Autor verbarrikadiert sich hinter dem Jugendlichen und er benutzt ihn.
  2. Zudem ist nicht alles nur aus der Perspektive des Jungen geschrieben (auch nicht aus der von Hr. Levtzow). Ein paar Zitate “Der Junge kennt sein Viertel.” (eine Wertung de Autors, der zugibt den Stadtteil nicht zu kennen, außer dass er in kiel wohnte und sein Zahnarzt in Gaarden war), “Wie ein Riegel liegt das Arbeitsamt am Eingang des Viertels, es folgen Bahngleise, das Werksgelände der Busgesellschaft, große Brachflächen, eine sechsspurige Schnellstraße.” – (meines Wissens gibt es in ganz Kiel keine sechsspurige Schnellstraße?? aber es passt so schön. Das mit dem “Riegel Arbeitsamt” nehme ich bei der großen Gablensbrücke so nicht wahr. Davon abgesehen ist für die meisten Gaardener wohl eher das Jobcenter Anlaufstation). “60 Prozent der Kinder bekommen Sozialgeld” (das wird auch nicht von Julian kommen?) – Somit nutzt der Autor die Sichtweise des Jungen um noch ein paar Sachen einzustreuen, die seine eigene Auswahl sind. Bewußt legt er vieles weg. Mit mir hat er z.B. nicht gesprochen.
  3. Man sollte sich schon entscheiden, ob Gaardens Problem nun der Zuzug armer Leute oder der von (reichen) Studierenden ist. Beides gleichzeitig (fallende und steigende Mieten) geht nicht.
  4. Was fehlt? Berichte darüber, wie sich die Situation Gaardens in den letzten 10 Jahren massiv verbessert hat. Es findet ein Umbruch in der Bevölkerung statt. Kriminalität geht zurück, Drogenhandel auch,… Aber wozu den Roten Faden zerstören?
  5. Zur Kritik in der Sendung, dass man ja nun mal die Armut so sehen müsse, wie sie im Artikel herauskommt und sich nicht mit dem Viertel in dem man gerne lebt solidarisieren sollte. Das Gegenteil ist die Norm: Es ziehen leider immer noch viele Leute weg, weil sie  es können oder weil die kleine Kinder bekommen. Und, so behaupte ich, weil sie wissen wo man zu wohnen hat, wenn man einer bestimmten Klasse angehört. Manche behaupten es gäbe keinen Klassismus, sondern nur Klassenkampf. ich behaupte: Sehr wohl. Das ist der Hass auf Arme, die Stigmatisierung und die Empörung über diejenigen, die nicht in den Chor einstimmen, dass in Gaarden nur alles schlecht ist. So habe ich in wenigen hundert Meter Entfernung eine vegetarische Kneipe (Sub Rosa, 2 Asia-Märkte, einen frisch modernisierten ALDI, 1 türkischen und einen arabischen Supermarkt).  Es gibt Defizite bei langfristigen Konsumgütern – aber das ist ja nicht alles. Der tägliche Bedarf wird besser gedeckt als in vielen anderen Stadtteilen. Armut ist auch nicht etwas, das mit dem Stadtteil gleichzusetzen ist. die Leute würden nicht dadurch reicher, wenn sie in Düsternbrook leben müssten. Im Gegenteil: Viele Leute zogen und ziehen nach Gaarden, weil man hier preiswerter wohnen und leben kann. Ist das ein Problem? Ja, es gibt hier eine Häufung, Armut ist hier sichtbarer. Aber zum Teil ist die Reaktion darauf eher Klassenkampf.
  6. “Handlungsanweisungen?” Wer soll die geben? Widerstand erwächst aus Solidarität. In der Sendung habe ich zwar Beispiele aus der Vergangenheit gehört, die aber nicht auf heute übertragbar sind und auch nicht unbedingt erfolgreich waren. Ich bin gegen segregierte Viertel – dafür das der Mittelstand auf dem Westufer wohnt und der Abschaum in Gaarden bleibt. Damit der Mittelstand aus der warmen Wohnung sein Mitleid über Gaarden ausschütten kann. Klassenstandpunkt heißt eben auch nicht den Weg zu gehen dort zu wohnen, wo sie nicht wollen, dass man wohnt oder dort zu arbeiten, wo sie nicht wollen, dass wir arbeiten! 
  7. Niemand hat den goldenen Weg für Menschen ohne Perspektive oder für progressive Menschen, die etwas tun wollen. Jeden Tag können wir uns erneut die Frage stellen, was wir tun sollen/sollten, wo wir stehen und auch wie wir unsere eigene Situation verbessern können. Daneben zu stehen und nur zu analysieren  hilft aber weder uns noch anderen. Die Kritik muss mitten drin stehen auch auf die Gefahr hin zu scheitern oder sich zu täuschen. Alles andere ist langweilig.

02.11.12: “Verlauf, Retrospektive und Perspektiven des Arabischen Frühlings” (SubRosa)

“Verlauf, Retrospektive und Perspektiven des Arabischen Frühlings”
Veranstaltung mit Bernard Schmid

Bernard Schmid

Freitag, 2.11.2012
18 Uhr SubRosa (Elisabethstr. 25, Kiel-Gaarden)

Am 2.11. kommt Bernard Schmid erneut ins SubRosa. Er war dort bereits kurz nach Ausbruch des Bürgerkriegs in Libyen um über den “Arabischen Frühling“ zu berichten. Nun, fast zwei Jahre später, wird Bernard über den Verlauf,
Retrospektive und Perspektiven der Aufstände im arabischsprachigen Raum berichten. Dabei wird es auch Raum für Fragen und Diskussionen geben, wie die Ereignisse aus linker Sicht zu bewerten sind.

Bernard arbeitet für eine französische Flüchtlingsorganisation und kennt die Gegend aus einigen Reisen dorthin. Er schreibt unter anderem für labournet, die Jungle World und ak – analyse & kritik, schwerpunktmäßig über Ereignisse im arabischen Raum.

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