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Gaardener Kulturtage 2009
Gestern wurden die Gaardener Kulturtage eröffnet. Zunächst einmal ist es ja erstaunlich, dass es dazu quasi NICHTS im Internet gibt. Dankenswerter weise haben die Leute um gaarden.net dann doch einiges abgetippt – zu sehen unter Veranstaltungen. Was heutzutage nicht im Internet zu finden ist, das findet quasi nicht öffentlich statt.
Die lieben Politikerinnen und sonstigen Offiziellen haben es dann aber dieses mal nicht einmal geschafft, zumindest einmal im Jahr in die K34-Galerie zu kommen. Damit haben sie unterstrichen, was sie wirklich von “Kultur in Gaarden” halten.
Ich war bei der Eröffnung und habe auch wieder einige Fotos gemacht. Dieses mal wurde unter dem Subtitel “Wir wollen mal anders” an der Kreuzung Preetzer Straße/Ostring eröffnet. Es gab Maibowle. Zwei Gitarristen mühten sich gegen den Straßenlärm ohne Verstärker anzuspielen. Eigentlich respektlos gegenüber Musikern so etwas zu verlangen(?). Einige Jugendliche hatten im Rahmen einer Aktion “Leben am Ostring” ein Denkmal gegen den Verkehrslärm erstellt. Komisch an der Sache ist natürlich, das man hier zwar auch offiziell anerkannt hat, das der Verkehrslärm am Ostring erheblich ist – aber dennoch zu dem Kinderspielplatz in unmittelbarer Nähe (Blitzstraße) steht. Offenbar hält man Kinderohren für belastbarer, als die von Jugendlichen und Erwachsenen? Nun gut, ich will das auch mal anerkennen, das hier vielleicht ein Umdenken stattfindet. Und das man verscht hat eine Eröffnung mal durchaus in einem kritischen Umfeld stattfinden zu lassen. So ganz rund war das aber nicht. Denn irgendwie litt die Eröffnung und die Atmosphäre doch sehr unter dem Lärm.
Interessant fand ich, wie so oft, das zumindest von dem, was ich an Gesichtern kenne wieder einmal nur SPD-Politikerinnen imstande waren an der Eröffnung teilzunehmen. Liebe sonstige Aktivistinnen – solange nur die SPD immer präsent ist und die anderen nicht, wird die wohl hier in Gaarden nachwievor ihre höheren Wahlergebnisse einfahren. Im Ortsbeirat gibt es auch meist nur SPD-Ratsherren (und eine von den Linken). Damit macht man auch klar, wie wenig man von diesem Stadtteil hält.
Nun sind die Gaardener Kulturtage mit Sicherheit auch kein Großereignis – aber vielleicht dann neben dem Brunnenfest das einzige andere. 95% der Events dort finden sowieso zu der Zeit statt – und andere wurden halt in den Zeitraum verschoben.
Das ist sicher auch bei der Kieler Woche zum Teil so, aber da ist das Volumen auch erheblich größer. Was fehlt scheint mir, dass man da IRGENDEIN Geld investiert. Ich denke, dass die Alternativszene in Gaarden in der Lage wäre das zigfache hinzulegen im selben Zeitraum.
Hier ein Link zu einer kleinen Diashow meiner paar Fotos der Veranstaltung. Ich habe übrigens die Tags “gaardenerkulturtage” und “gkt09″ verwenden.


