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McDonalds in Gaarden?

Man kommt ja aus dem Staunen nicht mehr raus. In einer Jugendsitzung am 8. Juni 2011 wurde von meisten SchülerInnen  der 10b der Gemeinschaftsschule am Brook ein McDonalds zentral in Gaarden gewünscht. Die Kieler Nachrichten zitierte den Ortsbeiratsvorsitzenden Levtzow (SPD) mit den Worten “er sei da schon dran” am Verhandeln mit McDonalds.

McDonalds, bekannt und berüchtigt für schlechte Arbeitsbedingungen und mieses Essen soll also nach dem Wunsch der Schüler die vielen kleinen Dönerläden in Gaarden verdrängen?

Hier zur Herkunft des Fleisches:

Vielleicht hat da auch die Schule versagt, wenn die SchülerInnen glauben McDonalds wäre etwas tolles? Wird sowas im Unterricht thematisiert?

Interessant dabei, dass Herr Levtzow ohne Legitimierung durch ein Gremium Verhandlungen einleitet, während fast gleichzeitig im Rat eine gegenteilige Politik diskutiert wurde. Unter dem Titel ” Mehr Bio für Kindertagesstätten und Schulen” beantragten die GRÜNEN am 9.6.11 in Ihrem Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, den Anteil von Essen mit Bio-Qualität (Mindeststandard: EG-Öko-Basisverordnung 834/07) in städtischen Kitas und in Schulmensen zu erhöhen.

Ziel ist eine bessere Qualität der Essensversorgung für Kieler Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus gilt es, ein höheres Bewusstsein für die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung mit regionalem Bezug nicht nur aus ernährungsphysiologischer, sondern auch ökologischer Sicht zu schaffen. Das erfordert aber, dass viele Lebensmittel einen regionalen Bezug haben sollten.

Begleitet wird dieses Projekt von einer Kampagne zur Gewinnung von Sponsoren zur Unterstützung einer Ausweitung der Bio-Essenversorgung auf alle Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft und den Kieler Schulen.

Dazu diesen beiden Videos:

  1. Teil der Debatte in der Ratsversammlung (Video 16)
  2. Teil der Debatte in der Ratsversammlung (Video 17)

Man kann sich also vorstellen, was passiert: In der Gemeinschaftsschule am Brook und anderen Gaardener Schulen bekommen die SchülerInnen ihr Bio-Essen. Nach Schulschluß dann strömen die Schüler zu McDonalds um sich dort mit Essen miesester Qualität vollzustopfen.

Unter dem Strich keine konsequente oder konsistente Politik. Ganz klar ist, dass Junk-Food dick macht. Vor einigen Jahren kam ja der Film “Supersize Me” heraus, der sich ebenfalls mit dem Thema Junk Food beschäftigte:

Trailer:

2009 analysierte eine Kieler Studie, dass insbesondere in Kiel-Gaarden Übergewicht bei Kindern und Jugendlich ein Problem ist (28% übergewichtig).

Ein McDonalds im Gaardener Zentrum wäre ein fatales Signal – und würde die vorgebliche Politik der Regierungskooperation total ad absurdum führen!

Kein McDonalds in Gaarden City!

SPD “Konzentration auf Gaarden” Zynismus?

In einer Pressemitteilung der SPD teilt diese mit, das nun Gaarden im Zentrum ihrer Bemühungen steht.

Da möchte man einerseits fragen: Und was war vorher? Und zweitens: Wie verträgt sich dass mit dem Rückbau der Stadtteilbücherei und der Schließung der beiden Gaardener Bädern. Und wo bleiben die Kulturinvestitionen? Alleine von gepflegten Plätzen wird Gaarden nicht profitieren. Aber Bauinvestitionen ist oft alles, was Gaarden sieht, neben Sozialen Hilfen.

Aber zum einen: Gaarden ist besser als sein Ruf. Wer glaubt, dass Gaarden heftig ist, soll mal in andere Großstädte gehen. Und auf der anderen Seite ist Gaarden ein großer Stadtteil – dessen Kulturangebot aber gen Null tendiert. Damit meine ich echter Kulturetat und nicht irgendwelche Maßnahmen mit 1-Euro-Jobbern oder ähnlichem.

An städtisch-geförderter Kultur sehe ich nur das Werftpark-Theater – und die leisten tolle Arbeit. Aber darüber hinaus?

Nein, dass ist nicht zu viel verlangt. Gaarden bräuchte eigentlich einen größeren Kulturetat als das Westufer um einige Nachteile auszugleichen.Fakt ist aber, dass dieser deutlich unter Westuferniveau liegt. Ein Anfang wäre z.B. die Verlagerung eines Museums in den Kern von Gaarden.

Gelogen wie gedruckt: Kieler Ratsfraktionen leben im Wolkenkukusheim

In einer neuen Presseerklärung hängen sich die Ratsfraktionen der Übergroßen Koalition aus allen Fraktionen außer Linke und Direkter Demokratie ziemlich weit aus dem Fenster, was die Behauptungen anbelangt:

  • Eine 250prozentige Erhöhung der Preise für das Verweilen einer Familie über mehrere Stunden wird dort als „sozial verträgliche Eintrittspreise“ bezeichnet.
  • Den Fraktionen, die es ablehnen zig Millionen für ein Spaßbad auszugeben und die Preise derart zu erhöhen wird vorgeworfen „Sie grenzen damit Menschen mit geringem Einkommen von der Teilhabe an Sport und Freizeit aus. Wir lehnen diese Politik als unsozial ab und werden dies öffentlich vertreten!

Wiederholt werden bewiesener maßen falsche Zahlen verbreitet. Wie schon mehrfach an dieser Stelle bewiesen, hat sich herausgestellt, dass der Siegerentwurf zur Lessinghalle, der dann 13-15 Millionen Euro kosten sollte, nicht etwa zur Restaurierung der selbigen dienen soll, sondern einen Umbau des Eingangsbereiches Schrevenpark/Lessingplatz bedeuten würde. Zudem war in der Ausschreibung als Vorgabe, dass zusätzlich ein Wellnessbereich und eine Gastronomie geschaffen werden sollte. Eine saubere Trennung zwischen Restaurierung und Straßenbaumaßnahmen fand nicht statt. Das Ziel der Ausschreibung war somit absehbar, die eingereichten Entwürfe NICHT umzusetzen, sondern gerade nur Zahlen  zu erhalten, die abschreckend genug sind.

Das Freibad Katzheide sollte 8 Millionen kosten. Die Summe 8+13 oder 8+15 – die dann nach Adam Riese 21-23 Millionen kosten würden wird dann zu 25 Millionen addiert. Das eine Schwimmhalle auch für nur 5-6 Millionen zu haben wäre, habe  ich hier und in KielKontrovers auch bereits nachgewiesen. Aber in dieser Diskussionen zählen keine Argumente und auch nicht einfache Additionen. Die Übergroße Koalition braucht weder Argumente noch Rechenkünste. Ihr Zentralbad liegt im Wolkenkukuksheim und finanziert sich ganz von selbst. Bei den Ratsmitgliedern sind 17 Millionen (große Lösung) weniger als 8 Millionen (kleine Lösung).

Dabei veruntreut und verschwendet die Ratsversammlung teuere Steuergelder und lügt den Kieler Bürgerinnen dreist ins Gesicht.

Alleine die bauliche Erkundung wird demnächst 120.000 Euro kosten. Der Architekturwettbewerb zur Lessinghalle kostet die Stadt Kiel nach meinen neueren Erkenntnissen 80.000 Euro. für 200.000 Euro hätte man die Lessinghalle aber von der Technik her nach einem Gutachten längst reparieren können (dort geschätzt: 150.000 Euro). Da sind die Kosten für die Entwürfe   zu Katzheide noch gar nicht drin.

Mein Trost ist, dass das Zentralbad noch nicht steht – und das jeder der rechnen kann und Erfahrungen mit Baukosten hat jetzt schon weiss, dass es deutlich teurer wird. Diese Erkenntnis muss den naiven Ratsmitgliedern noch erst kommen. Aber naja, es ist ja nicht ihr Geld? Aber bitte liebe Ratsmitglieder hört auf zu jammern. Herr Albig hat gestern bei Anne Will gejammert, dass er selbst mit Arbeitsloseninitiativen um 3.500 Euro feilschen muss. Lieber Herr Albig – mit dem Einsparen lustiger Architekturwettbewerbe mit Siegerentwürfen mit denen sowieso schon vorher nie jemand vor hat diese umzusetzen (Fall Lessinghalle), könnten sie 21 weitere Initiativen aus dem Stadtsäckel fördern. Man muss nur wissen, wo man den Rotstift ansetzt!

Rathaus beerdigt Katzheide

Ok, noch ist es nicht zu spät – aber die erste Schaufel wurde bereits auf Katzheide geworfen. Denn wenn das Zentralbad erst einmal steht wird man Katzheide eindgültig loswerden wollen. Alle Argumente die genannt wurden haben nichts genutzt. Die Ratsleute haben auf stur geschaltet und wollen den Weg zum Zentralbad bis zum bitteren Ende gehen. Komme da was da wolle.

Es war auch nicht wirklich zu  erwarten, dass sie in der Lage oder bereit gewesen wären selbständig aus der Sackgasse zu fahren, in der sie sich reinmanövriert haben. Das Zentralbad gilt als die große Lösung, die alle Probleme beseitigt. Die Datenbasis für diese Behauptung war und ist dünn. Aber das Ganze hat nichts mit Vernunft zutun oder damit das es etwas keine Alternativen geben würde.

Die Stadtpolitiker haben eher Angst vor Alternativen, vor dem Nachdenken. Denn das könnte bedeuten, das man sich auf dem Holzweg befindet. Im Kern sollte es darum gehen, dass es in Gaarden keine weiteren Kürzungen geben darf – und das nicht alle möglichen Einrichtungen auf Basis von Ehrenamt und 1-Euro-Jobs finanziert werden. Das wird Gaarden sonst alles auf den Fuß fallen, sollte in Zukunft 1-Euro-Jobs abgeschafft werden. Es ist jetzt bereits an einem Punkt der im höchsten Maße bedenklich ist. Sich da herauszugraben wird extrem schwierig und teuer. Im Moment denkt da keiner drüber nach – denn es läuft ja – auch der Platzhausmeister am Vinetaplatz wurde aus Mitteln des Jobcenters finanziert.

Das bedenkliche ist die Tendenz die Spaltung zwischen ost weiter zu verschärfen – das es entscheidend ist auf welcher Seite von Kiel man geboren wird und aufwächst. Dass das die Zukunft eines Menschen entscheidet. Gaarden hat mehr und besseres verdient. In Gaarden darf nicht mehr gespart werden. Es darf nur noch etwas dazukommen, aber es dürfen nicht noch mehr Mittel abgezogen werden. Wenn man das tut können wir auch gleich alle anderen Maßnahmen vergessen und uns nicht mehr über den Vinetaplatz unterhalten.

Aber wo sind die Politiker die sich für Gaarden stark machen und mit der Sichtweise von Bürgern zweiter Klasse schluss machen? Das ist das, was eigentlich hinter der Diskussion steckt. Das die Leute im Gaarden verstehen, dass man meint das man am liebsten bei ihnen spart – und das es nicht das erste mal ist. Man hat zwar die Gewerbeeinnahmen von HDW gerne mitgenommen – und der Stadtteil hat Kiel groß gemacht – aber man wollte den Stadtteil dennoch immer klein halten. Man sieht es daran, dass es ausser dem Werftparktheater hier keine städtische Kultureinrichtung gibt. Und das in so einem großen, traditionellen Stadtteil. Sowas ist kein Zufall sondern bewusste Politik seit Jahrhunderten. Hier gegen müssen wir uns wenden. Wie gesagt: Gaarden hat mehr verdient!

Gaardener Kulturtage 2009

Gestern wurden die Gaardener Kulturtage eröffnet. Zunächst einmal ist es ja erstaunlich, dass es dazu quasi NICHTS im Internet gibt. Dankenswerter weise haben die Leute um gaarden.net dann doch einiges abgetippt – zu sehen unter Veranstaltungen. Was heutzutage nicht im Internet zu finden ist, das findet quasi nicht öffentlich statt.

Die lieben Politikerinnen und sonstigen Offiziellen haben es dann aber dieses mal nicht einmal geschafft, zumindest einmal im Jahr in die K34-Galerie zu kommen. Damit haben sie unterstrichen, was sie wirklich von “Kultur in Gaarden” halten.

Ich war bei der Eröffnung und habe auch wieder einige Fotos gemacht. Dieses mal wurde unter dem Subtitel “Wir wollen mal anders” an der Kreuzung Preetzer Straße/Ostring eröffnet. Es gab Maibowle. Zwei Gitarristen mühten sich gegen den Straßenlärm ohne Verstärker anzuspielen. Eigentlich respektlos gegenüber Musikern so etwas zu verlangen(?). Einige Jugendliche hatten im Rahmen einer Aktion “Leben am Ostring” ein Denkmal gegen den Verkehrslärm erstellt. Komisch an der Sache ist natürlich, das man hier zwar auch offiziell anerkannt hat, das der Verkehrslärm am Ostring erheblich ist – aber dennoch zu dem Kinderspielplatz in unmittelbarer Nähe (Blitzstraße) steht. Offenbar hält man Kinderohren für belastbarer, als die von Jugendlichen und Erwachsenen? Nun gut, ich will das auch mal anerkennen, das hier vielleicht ein Umdenken stattfindet. Und das man verscht hat eine Eröffnung mal durchaus in einem kritischen Umfeld stattfinden zu lassen. So ganz rund war das aber nicht. Denn irgendwie litt die Eröffnung und die Atmosphäre doch sehr unter dem Lärm.

Interessant fand ich, wie so oft, das zumindest von dem, was ich an Gesichtern kenne wieder einmal nur SPD-Politikerinnen imstande waren an der Eröffnung teilzunehmen. Liebe sonstige Aktivistinnen – solange nur die SPD immer präsent ist und die anderen nicht, wird die wohl hier in Gaarden nachwievor ihre höheren Wahlergebnisse einfahren. Im Ortsbeirat gibt es auch meist nur SPD-Ratsherren (und eine von den Linken). Damit macht man auch klar, wie wenig man von diesem Stadtteil hält.

Nun sind die Gaardener Kulturtage mit Sicherheit auch kein Großereignis – aber vielleicht dann neben dem Brunnenfest das einzige andere. 95% der Events dort finden sowieso zu der Zeit statt – und andere wurden halt in den Zeitraum verschoben.

Das ist sicher auch bei der Kieler Woche zum Teil so, aber da ist das Volumen auch erheblich größer. Was fehlt scheint mir, dass man da IRGENDEIN Geld investiert. Ich denke, dass die Alternativszene in Gaarden in der Lage wäre das zigfache hinzulegen im selben Zeitraum.

Hier ein Link zu einer kleinen Diashow meiner paar Fotos der Veranstaltung. Ich habe übrigens die Tags “gaardenerkulturtage” und “gkt09″ verwenden.

Eröffnung der Kutlurtage 2009

Eröffnung der Kulturtage 2009

SPD Gaarden shutdown?

Wer nach der Seite des SPD-Ortsverbandes Gaarden sucht, wird zu dieser URL weitergeleitet: http://www.peopleconnectionblog.com/2008/11/06/hometown-has-been-shutdown

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Dear AOL Hometown user,

We’re sorry to inform you that as of Oct. 31, 2008, AOL® Hometown was shut down permanently. We sincerely apologize for any inconvenience this may cause.

Sincerely,

The AOL Hometown Team

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Link von http://www.spd-net-sh.de/net/index.php?mod=links&op=viewslink&sid=14 – mal sehen wie lange die brauchen, um das zu merken. ;-)

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