Bau des Sport- und Begegnungsparks in Gaarden startet mit Fällaktionen

Im März wurden bereits die Fällaktionen durchgeführt für den im Entstehen begriffenen Sport- und Bewegungspark. (Siehe dazu auch diesen KN-Artikel).

Ich war heute spazieren und nahm die Gelegenheit wahr mir das Werk genauer zu betrachten und zu dokumentieren.

Die Absicht war es, Angsträume zu beseitigen, allerdings finde ich die Art und weise noch erschreckender. Und ich empfand insbesondere die Allee links und rechts von dem Weg als etwas besonders schönes.

Ein Anwohnerin berichtet mir, das bei der Fällaktion auch der Lieblings-Kletterbaum ihres Kindes dran glauben musste, das darauf hin dann sehr traurig war.  Die Anwohner wurden weder bei der Bürgerbeteligung angesprochen noch wurde mit Ihnen vor dem Fällen der Bäume kommuniziert.

Zum einen ist das Bürgerbeteiligung nach Schema-F – man gibt einige Handzettel und Plakate an Multiplikatoren – und vergisst dabei die persönliche Ansprache unmittelbarer Betroffener. Dann sollen die Bürger mal schnell ihre Meinung ablassen, damit man hinterher sagen kann, sie hätten ja alle Chancen der Welt gehabt, etwas dagegen zu tun. Intransparenz wie sie im Buche steht. Man erkennt darin nicht das Bemühen etwa von den Bürgern wissen zu wollen, sondern vielmehr will man die Bürgerbeteiligung als TODO abhaken.

Dazu hier noch einmal das Werbevideo des ExWoSt-Projektes:

Ich möchte hierbei extra auf die Sequenz auf  3:38-3:58 indem obigen Video verweisen, die als Beispiel für die Möglichkeit der Bürger dienen soll, wie aufgeschlossen man war. Darin schildert ein Mitarbeiter des Büros Sozialen Stadt Gaarden das man ja Vorschläge machen könne, was man noch dort veranstalten können, wie z.b. „Teebeutelweitwurf“ ,… Also wird hier weniger basierend auf bestehenden Bedürfnissen agiert, sondern eher versucht die Gaardener anzuregen Bedürfnisse zu entwickeln. Der „Sport- und Bewegungspark“ ist eine Kopfgeburt, den nun die Bürger mit Leben füllen sollen. Alldieweil zeigt sich mit den ersten Maßnahmen des Baumfällens, das dabei die echten Bedürfnisse der unmittelbaren Anwohner und ich denke auch vieler Spaziergänger eher ignoriert wurden und werden.

Bürgerbeteiligung sollte doch eigentlich unmittelbar sein und eben die echten Bedürfnisse aufgreifen – und nicht selbst lediglich ein Verwaltungsakt sein. So wird Bürgerbeteiligung eher zum Sinnbild für das Ausmanövrieren von Bürgerinteressen. Die wahren Gedanken der Bürger interessieren dabei recht wenig oder werden eher als störend empfunden. Zu viel möchte man dann nach offizieller Lesart da nicht darauf eingehen, da die Bürgerinnen ja sonst enttäuscht wären, wenn nicht alles 1:1 umgesetzt würde.

Politiker sind feige – und hier in Gaarden steht zu befürchten, das viele hunderttausend Euro in den Sand gesetzt werden, damit einige wenige Architekten und Gartenbaufirmen ein wenig mehr Geld bekommen. Gerade der Abschnitt, der nun abgeholzt wurde, war eine der schönsten Spazierwege. Vielleicht etwas zu wenig Licht nachts, aber das hätte man auch mit etwas mehr Laternen ändern können.

Ich kann derzeit nicht sehen, was am Ende dabei Gutes herauskommen soll.

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Veröffentlicht am 10. April 2009 in Politik, Stadtteilblog, Umwelt und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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